Books in the time of pandemic

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Venezia, Venedig, Venice

The world is fighting with the Covid-19 pandemic, and Europe has become its epicentre.

Intellectually, to make sense of how the disease has been spreading, one needs to understand the mathematical principle of exponential growth.

Psychologically, to cope with this uncertainty, one can read about previous disease epidemics.

Diseases, such as plague and cholera, have been striking humanity since time immemorial, and  are used as background and inspiration of many great books.

Here are my favourites:

El amor en los tiempos del cólera (“Love in the Time of Cholera”) by Gabriel García Márquez, 1985

La Peste (“The Plague”) by Albert Camus, 1947

Пир во время чумы (“A Feast in Time of Plague”) by Alexander Pushkin, 1830

You can read it in Russian here.

The play was written during the first Russian cholera epidemic of 1830. The plot is based on a play “The City of Plague” by a Scottish poet John Wilson, which was inspired by the Great Plague of London (1665 – 1666).

History of the Peloponnesian War by Thucydides, 5th century BCE

Chapters 2.47–2.54 describe the Plague of Athens, a severe epidemic that devastated the city in 430 BCE, reemerging twice. This text is one of the earliest accounts of a disease epidemic.

Der Tod in Venedig (“Death in Venice”) by Thomas Mann, 1912

Here is an excerpt from chapter 5, describing the arrival of cholera in the city. The rumours, the denial by the authorities, then first visible signs, and suddenly it is everywhere.

Seit mehreren Jahren schon hatte die indische Cholera eine verstärkte Neigung zur Ausbreitung und Wanderung an den Tag gelegt. Erzeugt aus den warmen Morästen des Ganges-Deltas, aufgestiegen mit dem mephitischen Odem jener üppig-untauglichen, von Menschen gemiedenen Urwelt-und Inselwildnis, in deren Bambusdickichten der Tiger kauert, hatte die Seuche in ganz Hindustan andauernd und ungewöhnlich heftig gewütet, hatte östlich nach China, westlich nach Afghanistan und Persien übergegriffen und, den Hauptstraßen des Karawanenverkehrs folgend, ihre Schrecken bis Astrachan, ja selbst bis Moskau getragen.

Aber während Europa zitterte, das Gespenst möchte von dort aus und zu Lande seinen Einzug halten, war es, von syrischen Kauffahrern übers Meer verschleppt, fast gleichzeitig in mehreren Mittelmeerhäfen aufgetaucht, hatte in Toulon und Malaga sein Haupt erhoben, in Palermo und Neapel mehrfach seine Maske gezeigt und schien aus ganz Calabrien und Apulien nicht mehr weichen zu wollen.

Der Norden der Halbinsel war verschont geblieben. Jedoch Mitte Mai dieses Jahres fand man zu Venedig an ein und demselben Tage die furchtbaren Vibrionen in den ausgemergelten, schwärzlichen Leichnamen eines Schifferknechtes und einer Grünwarenhändlerin. Die Fälle wurden verheimlicht. Aber nach einer Woche waren es deren zehn, waren es zwanzig, dreißig und zwar in verschiedenen Quartieren.

Ein Mann aus der österreichischen Provinz, der sich zu seinem Vergnügen einige Tage in Venedig aufgehalten, starb, in sein Heimatstädtchen zurückgekehrt, unter unzweideutigen Anzeichen, und so kam es, daß die ersten Gerüchte von der Heimsuchung der Lagunenstadt in deutsche Tagesblätter gelangten.

Venedigs Obrigkeit ließ antworten, daß die Gesundheitsverhältnisse der Stadt nie besser gewesen seien und traf die notwendigsten Maßregeln zur Bekämpfung.

You can read the book in German on the Project Gutenberg website.

There is also a great film  Morte a Venezia by Luchino Visconti, made in 1971, which captures admirably well the atmosphere when everything still seems normal yet is no longer.